EPI-Bezahlkarte greift Mastercard und Visa an

Europa will US-Dominanz aufbrechen

Mit einem eigenen europäischen Bezahlverfahren will Europa die Dominanz von Mastercard und Visa aufbrechen. Die neue EPI-Bezahlkarte soll 2022 an den Start gehen. Mehr als ein Dutzend Großbanken sind beteiligt. Noch kämpft die Initiative aber mit Startschwierigkeiten.

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Europäische Alternative zu Visa und Mastercard

Europäische Großbanken haben ein ehrgeiziges Vorhaben gestartet: Sie wollen ein eigenes europaweites Bezahlsystem aufbauen, das den Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa Paroli bieten soll.

Derzeit beherrschen die US-Bezahldienste Mastercard und Visa den Markt: Rund 80 Prozent der Kartenzahlungen in Europa werden von einem der beiden Anbieter abgewickelt. Die EU will diese Dominanz jetzt aufbrechen und hat ein eigenes europäisches Bezahlverfahren angekündigt: “European Payments Initiative”, kurz EPI heißt das ehrgeizige Projekt. 16 europäische Banken aus fünf Ländern, darunter die Commerzbank, die Deutsche Bank, die DZ Bank und die Sparkassen-Finanzgruppe nehmen an dem Vorhaben teil. EPI soll ein europäisches Payment-System mit einer eigenen Infrastruktur werden. Geplant sind eine physische EPI-Karte sowie eine digitale Geldbörse und digitale EU-Bezahlkarten. EPI soll 2022 starten. Das Ziel: Bis 2025 sollen rund 65 Prozent der europäischen Zahlungen über EPI abgewickelt werden.

EPI wächst

Mitglieder der EPI sind neben den bereits genannten deutschen Instituten die BBVA, die BNP Paribas, die BPCE, die CaixaBank, die Crédit Agricole, die Crédit Mutuel, die ING, die KBC, La Banque Postale, die Santander, die Société Générale und die Unicredit. Im November 2020 konnte EPI zudem zwei neue Mitglieder gewinnen: den französischen Zahlungsdienstleister Worldline und den italienischen Bezahldienst Nexi. Beide Unternehmen haben vor kurzem Wettbewerber übernommen und sind große Player auf dem europäischen Parkett.

Deutsche übernimmt Leitung der EPI

Im Sommer hatte EPI noch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, denn es kam offenbar zum Zerwürfnis mit dem designierten CEO Nicolas Huss. Der ehemalige Chef des Pariser Zahlungsdienstleisters Ingenico sollte die Leitung der Initiative übernehmen, heuerte dann aber kurzfristig beim südafrikanischen Fintech Entersekt an. Wie jetzt bekannt wurde, gibt es mittlerweile eine Lösung: Neuer CEO der EPI wird – zumindest übergangsweise - die Deutsche Martina Weimert, Partnerin bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman.

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