HypoVereinsbank lagert Geschäftskunden aus

Wie Münchener Großbank und DZ Bank von der neuen Kooperation profitieren können

Die HypoVereinsbank will künftig Kreditanfragen von Firmenkunden mit bis zu 5 Millionen Euro Jahresumsatz an die VR Smart Finanz, die wiederum zur DZ Bank gehört, weiterleiten. Dies berichtet Finanz-Szene.de.

HVB will Businesskunden outsourcen

Wie Finanz-Szene.de berichtet will die HVB Kreditanfragen von Firmenkunden mit bis zu 5 Mio. Euro Jahresumsatz künftig in vielen Fällen nicht mehr selbst bedienen, sondern an die VR Smart Finanz weiterleiten. - Quelle: Shutterstock.com

Die Münchner Großbank HypoVereinsbank will künftig Kreditanfragen von Firmenkunden mit bis zu 5 Millionen Euro Jahresumsatz an die VR Smart Finanz weiter vermitteln. Die VR Smart Finanz ist wiederum der Finanzierungs-Spezialist der genossenschaftlichen DZ Bank. Dies berichtete Finanz-Szene.de unter Berufung eines Insiders. Demnach soll das Pilotprojekt bereits im zweiten Quartal starten, wenn auch zunächst nur in einem der bundesweit sieben HVB-Marktgebiete.

Ein Sprecher der Hypo-Vereinsbank wollte sich gegenüber Finanz-Szene.de „zu Gerüchten“ nicht äußern. Grundsätzlich werde das Wachstum im Kreditgeschäft mit eigenen Produkten forciert, „in Ergänzung“ kooperiere man aber auch „mit verschiedenen Partnern“. Die VR Smart Finanz hielt sich zu den Berichten von Finanz-Szene.de indes mit Kommentaren zurück.

Kooperation kommt im richtigen Moment

Die Pläne der HypoVereinsbank scheinen durchaus schlüssig. Das Institut ist aktuell einem strengen Spardiktat seitens seiner italienischen Mutter Unicredit unterworfen. Bereiche sollen verkleinert und Stellen gestrichen werden. Da würde so eine Kooperation gerade recht kommen.

„Im Kreditgeschäft mit kleinen Firmenkunden stellen sich zwei grundsätzliche Fragen. Erstens: Will ich meine Bilanz für solche Kredite hergeben, oder lässt sich das Eigenkapital an anderer Stelle nicht doch profitabler einsetzen? Und zweitens: Sind meine Prozesse so schlank, dass ich auch an kleineren Tickets verdienen kann“, erklärt ein Branchenmanager die Pläne der Hypo-Vereinsbank gegenüber Finanz-Szene.de.

Partnerschaft mit VR Smart Finanz soll Eigenmittel schonen

Das Geschäft mit kleinvolumigen, unbesicherten Krediten soll im Mittelpunkt der Kooperation mit der VR Smart Finanz stehen. Während die VR smart Finanz also von neuen Kreditnehmern profitiert, könnte die HypoVereinsbank ihre eigenen Ressourcen durch eine Weitervermittlung ihrer Kunden schonen. „Im besten Falle entsteht eine Win-win-Situation“, so der Insider gegenüber Finanz-Szene.de.

Bleibt die Frage, warum die HVB nicht mit einem der zahlreichen Fintechs kooperiert? Hier könnte gemutmaßt werden, dass die HVB wegen der weniger guten Erfahrungen in der Vergangenheit auf solche Partnerschaften verzichtet. 2018 hat sich die Münchener Großbank etwa aus dem Berliner Fintech MoneyMap zurückgezogen. Letztendlich gilt auch in der Finanzszene das Kredo Gleich und gleich gesellt sich gern. „Banken sind risikoaverse Organisationen. Im Zweifel setzt man lieber auf den etablierten Partner“, mutmaßt der Inside.

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