McKinsey: Deutsche Geldhäuser könnten Marktposition verbessern

Die deutschen Geldinstitute können die Eigenkapitalrendite bis 2030 mehr als verdoppeln

International spielen deutsche Finanzinstitute bisher eher eine untergeordnete Rolle. Dabei steckt in Deutsche Bank, Commerzbank und Co. viel mehr Potential – glauben die Berater von McKinsey. Die Eigenkapitalrendite kann bis 2023 mehr als verdoppelt werden, wenn die deutschen Geldhäuser dafür einen ambitionierten Erneuerungskurs fahren, der sowohl auf Digitalisierung als auch Nachhaltigkeit setzt.

Deutsche Finanzinstitute müssen Chancen besser nutzen

Die Neuausrichtung deutscher Bankinstitute ist laut McKinsey chancenreicher als gedacht. - Quelle: Shutterstock.com

Laut einem Bericht des Beratungsunternehmens McKinsey sind deutsche Kreditinstitute chancenreicher als gedacht. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Berater mit dem Titel „Deutschlands Banken zurück im Spiel“. Demnach wären deutsche Geldinstitute sehr wohl dazu in der Lage, ihre Profitabilität deutlich zu steigern. Nach McKinsey könnte sich die Eigenkapitalrendite bis zum Jahr 2030 auf 7 bis 8 Prozent mehr als verdoppeln. Dies würde zu einem operativen Ergebnis von 30 bis 40 Milliarden Euro mehr führen.

Dieses Ertragsziel kommt aber nicht von Ungefähr. McKinsey spricht in diesem Zusammenhang von einem „ambitionierten Erneuerungskurs“. Damit sind nicht nur schnellere strategische Antworten auf sich immer rascher verändernde Wettbewerbsbedingungen, Kundenanforderungen und Technologien gemeint, sondern auch die Digitalisierung und Nachhaltigkeitsentwicklung.

Digitaler Wandel muss von Finanzinstituten aktiv mitgestaltet werden

Die deutschen Geldinstitute sollten laut McKinsey eine technologiegestütztere Kundenbindung verfolgen. Konkret heißt das, die Daten aus den zahlreichen Kundenkontakten effizienter einzusetzen. Auch neue digitale Geschäftsfelder oder digitale produktivere Betriebsmodelle bieten Chancen für die deutschen Kreditinstitute. Die Geldhäuser müssten laut Berater endlich anfangen, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten.

„Kehrseite der Digitalisierung ist jedoch, dass durch die steigende Komplexität und zunehmende Arbeitsteilung des Bankgeschäfts auch das Gefährdungspotenzial wächst“, heißt es im Monatsbericht Juli von McKinsey.

Kreditinstitute müssen nachhaltiger werden

Eine weitere zentrale Rolle beim Erneuerungskurs spielt die Umstellung auf eine nachhaltige Wirtschaft. Bis zum Jahr 2030 würden laut McKinsey 25 bis 40 Prozent der Erträge deutscher Geldhäuser einen Bezug zu Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) haben.

„Die deutschen Banken bleiben das Herzstück der deutschen Wirtschaft“, sagt Max Flötotto, Senior Partner und zuständig für Banken in Deutschland. Philipp Koch, Senior Partner und Co-Autor des Reports, fügt hinzu: „Banken können mit Anstrengung und frischen Strategien ein starkes Comeback feiern. Optimistisch stimmt uns, dass viele Branchenführer um den Veränderungsbedarf wissen und den ehrgeizigen Plan haben, ihre Institute auf einen neuen Weg zu führen.“

Dem Bericht zufolge braucht es nur eine radikale Veränderung in der deutschen Bankenlandschaft, um den internationalen Einfluss deutscher Geldinstitute zu steigern. Gehen die Geldhäuser hingegen ihren aktuellen Weg weiter, wird die Eigenkapitalrendite in den nächsten Jahren gegen Null tendieren.  

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